Christian1951 - translations added
- Nahe dir
Deine Scholle ertrinkt meinen Nordstern.
Wenn ich ein großer Wind wäre
Würden heute Nacht in den Himmel aufbrechen.
- Guten Abend!
Unter anständigen Menschen sagt man: Guten Abend!
Die Menschen, die vom Alkoholdienst zurückkehren
aus den Bars und Trockengebieten,
Von dort, wo nichts endet und nichts beginnt.
- Die Gewässer des Todes
Oh mein! und der Tod naht dir wieder –
Er kommt mit tausend Flügeln wieder, schau!
Sein Weg bricht vom Mond ab,
Schwebt auf die Gewässer des Traums schamlos.
- Jetzt
Jetzt
blühen
Jetzt blühen
- Ich ging
Ich habe ein trockenes Land verlassen,
unter Liebe -
dort entsprang die Kunst der Plattitüde
und der zwei Buchstaben aß
- Der Herbst
Es ist so kalt in mir, dass ich mir sage:
wie ein Obstgarten im Herbst: „Habe geträumt?“
im Sommer war es schön, die langen Tage
ließen mich nicht in Ruh, „hab nichts versäumt?“
- Namenlos
Ein Buch hält mir die Freundschaft
Und blieben in den Zeilen grüne Auen,
Wie der Staub der Sonne Schmerzhaft,
Das Licht eines Gedankens in deinen Augen.
- Wunsch
Ich möchte nicht, dass du nach dem Tod erwachst
In anderer menschlicher oder tierischer Gestalt,
Oder in eine Blume mit klaren Blütenblättern,
Ich würde gern ins Mineralreich gehen.
- Ich möchte...
Ich möchte dieses Gedicht wie eine Welle heben,
bedecke damit die dunkle Welt,
alles sei weiß wie in einer Klinik,
ohne Tote, ohne Namen.
- Diese Hände
Diese Hände verspäten sich zu sehr,
oben, zwischen den Zweigen
und zwischen den Fahnen,
verspäten sich zu sehr...

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