Aus der dichten Finsternis… - Virgil Diaconu

Ich komme aus der dichten Finsternis der kalten Stille.

Vielleicht finde ich einen Platz hier am Grünteetisch.
Hier, auf der Mansarde voller Bücher,
zwischen deine Ängste und deiner Stille. Ein Platz
zwischen den Versen des Dichters,
der den Mond am Himmel anpfeift.

Das Tönen der Bambusglocke
ist deine Träne, die plötzlich hörbar wurde.

Mit meinem letzten Geld bezahlte ich des Spatzen
zwitschern am Fenster, um dich zum Lachen zu bringen.

Ja, die Umarmung wird dein Blick vom Boden heben.

Schon die Dinge, die du berührst, haben zu träumen
begonnen, der Tag hat bereits dein Antlitz genommen.

Vielleicht sagte ich es dir bis jetzt noch nicht,
aber mein Körper hat sich in einer Nacht verjüngt.

Ich bin die Kirschen, die du an deinen Ohren trägst.
Ich bin der Ring an deinem Finger.

Noch ein bisschen und ich werde die Stille brechen.
Noch ein bisschen und ich werde dich
zwischen den Laken in Brand setzen.

Added by: Ioana D

Translator: CHRISTIAN W. SCHENK
Language: German


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