Die letzte Haltestelle - Theodor Damian

An Cassian Maria Spiridon
Als Adam das Rad
erfand
wusste, dass er die Welt
beherrschen würde
nicht er, sondern sie
alles wird runde Form
ihres Antlitzes annehmen
von wo, seit wann
und warum
wir haben keine Antwort bekommen
und seine perfekte Rundung
wie der weihräuchernde Engel
am ersten Tag
bei der Entstehung
du willst es
obwohl du es nicht verstehst
wie Paulus nicht verstand
warum muss er der Ferse
in den spitzen Dorn treten
Das Rad dreht sich
wie aufgewühlte Wolken
verschluck von der Blicke
man lässt es sie sehen
immer schneller sich drehen
als das was es steht
was funktioniert das Alles
gehst ihr nach
wie verzaubert
so wie du deine Zukunft gestaltest
obwohl nichts davon
verstanden hast
Hauptsache du gehst
und singst
auch wenn in einer verlassenen Haltestelle
die von Cassian Maria Spiridon
die letzte vor der Wüste ist
wenn du dich auf den Kampf vorbereitest
ziehst deine Sandalen aus
und betest
und führt uns nicht in Versuchung
Hauptsache du gehst
und singst
auch wenn du die Perfektion
nicht erreicht hast
aber dein Herz brennt
für sie
wie gut, dass du
durch die Welt gehen kannst
barfuß
wie Moses in der Wüste
wenn der Dornbusch
brennend dich
umgestaltete

Added by: Ioana D

Translator: CHRISTIAN W. SCHENK
Language: German


see more poems written by: Theodor Damian



Share: