Der Friedhof - Grigore Alexandrescu

Die Dunkle Höhle, Asyl der Buße,
Wo der Menschenrauch, wie Rauch vergeht,
Wo der Glauben ohne Muse
Stirbt, doch im Himmel lebend Besteht!

Du, der du Zeuge der Zeuge warst der Bitte
Du in deinem Schatten und deiner Kühle flüsterst,
Wenn das Herz heiß wie die Sitte
Es verlangt im Leben und verdüsterst,

Wenn deine Arkaden, nicht beglückt werden können
Von menschlichen Seufzern, von dem Wind,
Ich führe die Seele durch verborgene Orte und Pfaden,
Weit weg von der Erde wie ein Kind,

Siehe die schlimme Angst, in meiner Brust
Die Hässlicher Blicke vergangener Ahnen
Und der Steinaltar, auf dem sie liegen ohne Lust
Verstümmelte Heilige in ihren Bahnen.

Heftige Kälte, die dir das Sehen bestimmt,
Dort herrscht ewige Dunkelheit,
Und die große Stille die in sich aufnimmt
Ich zeige die Schatten des Todes in der Heiligkeit,

Es ist als ob, als wäre tief Verborgen
In einem schrecklichen Geruch vom Blut genährt;
Und welcher wie ein Fels gar ohne sorgen,
Zermalmt den Reisenden, die Strafe dann verjährt
Den toten Mönchen.

Oder in jenem Wald, wo vorzeiten,
Wilden Druiden opferten die Verdammten,
Als sie aus Morddurst an heiligen Mächten vorbeigingen
An alten Eichen ahne was zu bringen!

Hier spricht jedoch die Religion
Denjenigen, die Jesus' Worte hören
Der Schreck zergeht und der Mensch in der Situation
Lauscht nützlichen Geschichten.

Der Schlaue enthüllt hier seine Heuchelei;
Dieser Büßer schließt Frieden mit der Wonne;
Die gute Tat träumt von der Zeitlosigkeit
Er wartet unaufhörlich mit der Sonne.

Und der Fromme, der glaubt, und der Mann, der wartet
Ein heiliger Trost begleitet ihn für immer;
Der Friede sei mit ihm; die Belohnung startet
Mit seiner Hoffnungsglimmer.

Added by: Ioana D

Translator: Christian W. Schenk
Language: German


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