Das Boot - Grigore Alexandrescu

Ein Boot zieht ruhig, auf der einnickenden Wellen!
Würdigt die kurze Ruhe der Landschaften, gar heilig;
Mein Herz von viel Gedröhne sehr müde ist geworden
Wie ein liebster Begleiter sein Flug vertrauenswürdig.

Trag mich entlang des Ufers, wohin du willst und magst,
Wohin der Wind dich drängt oder wohin du willst;
Wenn du zufrieden mit meinem Anblick wanderst.
Mir alles gleich, wenn du mich friedlich nimmst,

Ihr kennt den weg voll‘ Freude, den Weg ins Ruhereich,
Warum begann das Ende, wieso endete wieder,
Mein Boot gehört immer nur dir – auch euer Königreich
Während sie ihren Inhalt abspielte, ging umher…

Verschlungen von dem Räuber, in deren Kühnheit,
Mit blutigen Gestalten, mit Tod vergiftet euch,
Die planen furchtlos Morde, zu allem sind bereit
Verloren ihre Seelen, verschleppt vom Windgeräusch.

Aber die Melancholie, die Liebe eure Pracht,
Empfangt sie freudig ewig wie immer eure Söhne;
Ich kenne eure Größe, ich preise eure Macht,
Wenn ich auf eure Spuren schreite, mich versöhne.

Von meinem Boot verloren, das ich dem Zufall lasse,
Erstaunt die Augen blicken zur Himmelsblaue;
Gelassen wecken Ehrfurcht, Bewunderung und fasse
Gebete in der Stille, vergieß Tränen und vertraue…

„Der Himmel wird uns helfen“, sagte meine Geliebte.
Er schweigt noch! Hätte nicht hören, singen?
Vielleicht die Schönheit, dich traurig sehen Beliebte,
Ihm unaufhörliches Seufzen als Opfer bringen?

Wenn in diesen Stunden Lebensvergnügen waltet
Er würde neben mir sein... du Freude, oh mein Gott!
Das Leben fortdauert nicht nur Tage, sie altert
So viel ich übrig habe, und sage: Ich lebte gar sehr flott…

Geh, geh, du leichtes Boot, direkt zu diesen Sternen,
Wem ich einen Namen gegeben... einen Namen,
Namen das im Feuer meiner Fantasie entstanden
Auf seiner strahlend‘ Stirne sehe es in Flammen.

Dort halt dich auf, acht gib er auf dich,
Wenn es Nacht vergehe, dann nimmt auch dich mit,
Solange ihr Strahl dich unterdrückt und mich;
Und wieder kommen Nächte mit Farben und Grafit.

Bis das so lange erhofftes Glück noch wartet,
Wird mein Zeitalter mit Bitterkeit belohnen;
Wenn auch diese Hoffnung wird getäuscht,
Wird in meinem Herzen trotzdem innewohnen!

Added by: Ioana D

Translator: Christian W. Schenk
Language: German


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