Gedankengang - Cezar Bolliac

Freunde! Blickt diese große Chinesische Mauer an
Die Tempel, Elefanten, ägyptische Kolosse,
Tiefliegende Pagoden, indische Pagoden,
Die kämpfen mit der Zeit noch wie die Menschheit?

Und sagt, wo ist der Mensch, der sie einst gebaut hat?
Schaut Memphis, Ephesus, schaut auf Babylon,
Die riesigen Städte Indiens und Asiens,
Ihr Alter möchtet aus dem verlorenen Stil kennen?

Sieht! Sidon, Tyras, die die Propheten gaben;
Denkt Sie an ihre Macht der Welt bekannt. -
Sucht die Ruinen! Ah! Sie sind umwandelt
In jenen Elementen, aus denen sie geschaffen wurde!

Wo ist die Ansammlung, die damals groß war?
Und wo ist der Handel? Wo ist ihre Armee?
Wo ist ihr Gesetz? Die zur Macht verholfen?
Die Wissenschaft, der Reichtum, was blühte?

Bestaunt ihr jetzt den Stein aus dem man sie Gebaut!
Weben das Museum mit Ausgrabungen und Inschriften!
Suchen ihr das Alphabet! Macht eigene Grabmäler!
Lacht über ihren Glauben, über ihrem Epos!

Dreitausend Jahre werden vergehen und viele Zwerge
Werden Wüsten bevölkern, die jetzt entvölkert sind.
Wie morgen Paris, London auf den zerstörten Steinen,
Und wird jenes Epos auf eine andere Art erzählen.

Wie morgen in diesen Tempeln, Palästen und Burgen,
Orte der Fröhlichkeit, des Prunks und des Stolzes,
Der Arme der vor Freude betrunken wandern wird
Und wo Übermaßen in Ungerechtigkeiten schwelgen,

Biber werden sich versammeln; Affen spielend
Werden in Scherben der Kronleuchter sich winden;
Und Eulen die in einer fernen Ecke kreischten,
Werden durch die Paläste heulende Wölfe treiben...

Added by: Ioana D

Translator: Christian W. Schenk
Language: German


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