Der alte Maler - Virgil Carianopol

Der alte Maler, leuchtend
Den neuen Ort wie kein anderer,
Mischt Lichter, träumend
Die Ruhe nach dem Tod, als Wanderer.

Ergriffen von seiner heiligen Kunst,
Tief schuftend, mit geistiger Anmut,
Er sucht und nimmt davon die Gunst
Die Farben die er hat in seiner Obhut.

Oft steigt er hoch, und wie er aufsteigt
Zu seiner Arbeit in den Gewölben, die ihn fragen,
Wie sein Schritt über die Stufen sich verzweigt,
Nach unten schaut er, als würde in den Himmel steigen.

Geniest das Bild in vollen Zügen,
Doch immer farbloser und blasser.
Solange muss er jede Farbe hinzufügen
Und das gesamte Gold aus trübem Wasser.

Und als er spät von dem Gerüst absteigt,
Nur Farben auf Kleidung und Altar,
Er scheint wie Gott voll Farben, ganz weit
Als Gott mit der ganz Welt fertig war.

Added by: Christian1951

Translator: Christian W. Schenk
Language: German


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